Willkommen in der Rudolfstraße

 Wir wünschen allen Kindern und Eltern eholsame Sommerferien!

Wir sehen uns am 24.8.16 wieder.

 

Die Einschulungsfeier am 25.8.16 findet um 10 Uhr in der Unterbarmer Hauptkirche statt und um 11 Uhr auf dem Schulhof. Die erste Unterrichtsstunde endet gegen 12.30 Uhr.

 

 

Grundschule 

Rudolfstraße

 

 

  wo Kinder zählen

 

 

Willkommen auf der Homepage der Grundschule Rudolfstraße! 

 Damals und heute

Die Geschichte der Grundschule Rudolfstraße

1883 wurde die Schule – „Loher Schule“ genannt – als evangelische Volksschule mit vier Klassen errichtet. Bis 1888 wurde das Gebäude erweitert und als achtklassige Schule fertig gestellt – der heutige Altbau. Der Schulbezirk hatte zu dieser Zeit noch einen recht ländlichen Charakter. Mit der sich immer stärker entwickelnden Textilindustrie vor allem entlang der Wupper entstanden jedoch immer mehr Wohnhäuser für die Familien der Bandwirker und Färber. Nach dem ersten Weltkrieg fand eine zweite Besiedlungswelle statt. Die Siedlung Clausenhof entstand; auf Clausen wurde das große Verwaltungsgebäude der Konsumgesellschaft errichtet, ebenso wurde am städtischen Krankenhaus eine neue Wohnsiedlung gebaut. Die Schülerzahl stieg daher stetig an.

 

Im zweiten Weltkrieg wurde die Schule bei einem Fliegerangriff von Brandbomben getroffen, konnte jedoch gelöscht werden und brannte nicht völlig aus.

 

1946 wurde die evangelische Schule Rudolfstraße nach einer Elternbefragung zur Gemeinschaftsschule.

 

Nach dem Krieg konnte der Unterricht wegen fehlender Materialien und der hohen Schülerzahlen nur unter erschwerten Bedingungen durchgeführt werden. 1950 zählte die Schule 550 Schüler in elf Klassen und acht Klassenräumen. Der sich daraus ergebende Schichtunterricht war für Lehrer und Schüler eine große Belastung.

In den 60er Jahren begann eine intensive Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule auf der benachbarten Hardt. Die Schule wurde eine sog. Ausbildungsschule der PH und konnte dort über lange Jahre die Turnhalle sowie das Lehrschwimmbecken nutzen.

Auch die Elternschaft beteiligte sich aktiv an der Gestaltung des Schullebens.

 

Nach der Einführung der Grundschule stand die GS Rudolfstraße 1969 in einem doppelten Schulversuch:

  1. Erprobung der Lehrpläne für die Grundschulen in NRW

  2. Einführung der 5-Tage-Woche

 

Im Jahr 1972 hatte die Schule elf Klassen mit 379 Schülern. Da auch für die nächsten Schuljahre die Dreizügigkeit vorausgesetzt werden konnte, wurde ein Erweiterungsbau mit vier Klassenräumen genehmigt. Die Einweihungsfeier fand im Dezember 1973 statt.

 

Anfang der 80er Jahre sank die Schülerzahl auf 145 Schüler, war jedoch 1984 wieder auf über 180 angestiegen.

 

1998 wurde der Schulhof nach verschiedenen Zwischenstationen völlig neu gestaltet und das Spiel- und Klettergerüst mit großem Sandkasten errichtet.

 

Am 31. Januar 1999 wurde die Schulgemeinschaft sowie der gesamte Schulbezirk von einem unfassbaren Unglück getroffen. Bei einem Wohnhausbrand starben ein achtjähriger Schüler sowie die einjährige Schwester von zwei Schülerinnen. Die Eltern und andere Hausbewohner erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Das Haus brannte völlig aus. In einer unglaublichen Hilfsaktion gelang es der Schule – das heißt, den Lehrerinnen und Lehrern – den 28 betroffenen Personen zu helfen. Durch eine stadtweite Sammelaktion – die umfangreichen Sachspenden (Kleidung, Möbel usw.) wurden in der Schule gelagert und verteilt – sowie intensive Betreuung der Betroffenen konnte diesen unter Mithilfe städtischer Behörden zu einem Neustart verholfen werden. Auch bei den sich anschließenden Gerichtsprozessen wurden die Betroffenen von Lehrerinnen begleitet und betreut.

Die Zusammenarbeit von Kollegium, Elternschaft und Institutionen fand auch in der Presse Bewunderung.

 

Seit 2000 darf sich die GS Rudolfstraße – nach Teilnahme am Comenius-Projekt – „Europa-Schule“ nennen.

Ebenso seit 2000 ist sie eine Grundschule mit integrativem Unterricht (GU-Schule).

 

Von 2002 bis 2007 erlebte die OGGS Rudolfstraße noch einmal eine grundlegende Veränderung durch einen großzügigen Erweiterungsbau (s. Anlage). Der 1973 errichtete Behelfsbau wurde abgerissen und der Schulhof um diesen Bereich erweitert – u. a. durch eine Hangrutsche.

 

 

 

Die Schule in ihrem städtischen Umfeld

 

Seit der Gründung hat die Schule eine zentrale Bedeutung für den Schulbezirk und seine Bewohner. Schon in den Kriegsjahren war das Kollegium ein vertrauensvoller und wichtiger Ansprechpartner und Berater bei vielfältigen familiären Problemsituationen. Daran hat sich bis heute wenig geändert.

 

Die OGS Rudolfstraße pflegt intensive Kontakte zu den Nachbarschulen sowie verschiedenen Einrichtungen und Institutionen. Es finden gemeinsame Konferenzen, monatliche mit und von Lehrern und Schülern gestaltete Schulgottesdienste, Absprachen mit Betreuungsangeboten (Caritas etc.) statt. Vikare der benachbarten Kirchlichen Hochschule sind im Rahmen von Praktika immer wieder Gäste der Schule.

Regelmäßig ist die Schule auch bei den Stadtteil-Konferenzen vertreten.

Zu den unterschiedlichen Schulveranstaltungen wie Schulfest, Martinszug,  Sponsorenläufe etc. kommen immer viele Teilnehmer und Zuschauer.

 

Interessant ist für lange an der Schule tätige Lehrer, dass sie inzwischen Kinder ihrer ehemaligen Schüler unterrichten. Zum Teil gingen schon die Großeltern in diese Schule und können ihren Enkeln von ihren Erlebnissen berichten.

 

geschrieben von D. Hanemann, 2009

 

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